Viele greifen beim Schaffell zum Haarshampoo. Das ist verständlich, denn Wolle ist Haar. Trotzdem raten wir ab. Hier erfährst du, warum, und was stattdessen funktioniert.
Warum kein Shampoo?
- Es fettet nicht rück: Shampoo entfernt Fett. Schaffell lebt aber vom Lanolin, dem natürlichen Wollfett. Ohne Lanolin wird das Leder trocken und hart.
- Der pH-Wert passt nicht: Shampoo ist auf menschliche Kopfhaut abgestimmt. Gegerbtes Leder reagiert darauf empfindlich und kann porös werden.
- Rückstände: Duft- und Pflegestoffe bleiben im Fell und ziehen Schmutz an.
Das richtige Waschmittel
Nimm ein Fellwaschmittel mit Lanolin oder ein mildes Wollwaschmittel ohne Enzyme, Bleichmittel und Weichmacher. Beides bekommst du in Drogerie und Fachhandel. Eine kleine Menge reicht.
So reinigst du das Fell schonend
- Losen Staub mit einer weichen Bürste oder dem Staubsauger entfernen.
- Eine kleine Menge Fellwaschmittel in lauwarmes Wasser geben, höchstens 30 Grad.
- Ein weiches Tuch anfeuchten und das Fell abschnittsweise abwischen. Das Leder soll nicht durchnässen.
- Mit einem sauberen, feuchten Tuch nachwischen.
- Überschüssiges Wasser ausdrücken, nicht wringen.
Trocknen und Nachpflege
Lass das Fell im Schatten an der Luft trocknen, nie auf der Heizung oder in der Sonne. Bürste es im halbtrockenen Zustand und noch einmal, wenn es ganz trocken ist. Wird das Leder nach dem Waschen steif, hilft vorsichtiges Walken mit den Händen.
Fazit
Shampoo ist für Haare gemacht, nicht für Leder. Mit Fellwaschmittel, lauwarmem Wasser und Geduld beim Trocknen bleibt dein Schaffell weich. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag Schaffell waschen.
Tipp: Bei jedem Schafhocker ist eine Pflegebürste dabei. Wenn du das Fell regelmäßig ausbürstest, musst du es nur selten waschen. Den passenden Hocker findest du unter Alle Schafhocker, sofort lieferbare Unikate unter Sofort lieferbar.


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